Sanierung der Wandaukapelle

Im ersten Schritt wurden neue Öffnungen bei den Fenstern geschaffen, teilweise die Holzpodeste und andere Holzelemente renoviert. Nun wird die gesamte Elektrik erneuert. Anschließend wird der gesamte Innenraum neu ausgemalt.
Alle Arbeiten sollen bis zum 24. Mai 2025 fertiggestellt sein.
Die Gesamtkosten für die geplante Sanierung belaufen sich derzeit auf etwa 28.000 €.
Da es sich bei der Wandaukapelle um eine Filialkirche handelt, können wir leider keine finanzielle Unterstützung von der Diözese Graz-Seckau erwarten. Deshalb wenden wir uns an Sie mit der herzlichen Bitte um eine Spende, um dieses wertvolle Heiligtum zu erhalten und für kommende Generationen zu bewahren. Jede Unterstützung zählt!
Glück auf und Gott geb's!
Spendekonto:
Röm.-kath. Pfarramt Hieflau
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BIC: RZSTAT2G460
Verwendungszweck: Spende Wandaukapelle
Kurzchronik der Wandaukapelle
Die Wandaukapelle stammt wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert. Sie ist durch den religiösen Sinn der hauptgewerkschaftlichen Arbeitsleute und durch die Wohltaten frommer Spender erbaut worden. In den Aufzeichnungen des Landler Paters Ildefons Sorg vom 3.7.1843 heißt es: Durch lang anhaltenden Regen schwoll der Gießbach oberhalb Landl an und brachte uns viel Schotter. Tags darauf wallfahrtete ich mit der Gemeinde nach der Kapelle in der Wandau, und es erfolgte schönes Wetter.
Im Jahre 1854 wurde die Wandauer Kapelle vergrößert. Geramb beschreibt sie 1918 folgendermaßen: Zum Admontischen Heiltumsbezirk gehört unter anderem die Lindenkapelle Wandau zwischen Lainbach und Hieflau. In der Wandauer Kapelle, die von sieben prächtigen Linden (Maria unter den sieben Linden) umstanden ist, finden wir auch den uralten, bis ins hohe klassische Altertum zurückzuverfolgenden Gebrauch der eisernen, hölzernen und jetzt vor allem wächsernen Votivgaben vertreten.
Das Altarbild stellt die Schutzmantelmadonna dar. Dieses Bild hat im Jahr 1900 im Auftrag des Hieflauer Pfarrers Pick, der k.k. Hofmaler Johann Madl aus Öblarn neu angefertigt. Auf der Rückseite befindet sich das alte Schutzmantelmadonnenbild. Verschiedene Heiligenstatuen zieren die Meßkapelle.
1917 wurden die Glocken der Kapelle als Kriegsanleihe eingezogen. 1923 nach Stilllegung des Hochofenbetriebes stiftete man der Wandaukapelle die ehemalige Schichtglocke. 1939 unter Pfarrer Rodler wurden bei der Renovierung alle alten Votivgaben vernichtet.
Im anliegenden Wald ist ein Soldatenfriedhof errichtet, wo in den letzten Kriegstagen 1945 zahlreiche Soldaten der Deutschen Wehrmacht hingerichtet und dort bestattet wurden. Ein Mahnmal wurde 1966 vom einheimischen Künstler Max Tschischart geschaffen.
Die Instandsetzung des Harmoniums erfolgte durch den Organisten Josef Platzer. Unter Pfarrer Friedl wurde 1954 das Kapellentor von Frau Karoline von Renner gespendet. Der Kapellenturm wurde unter Pfarrer Ernst Bacik 1963 renoviert, und dabei die 1948 von der Fa. Grassmaier aus Innsbruck gegossene Glocke am 3.1.1963 feierlich aufgezogen. Die Dachneudeckung sowie die letzte Außenrenovierung erfolgte 1964 größtenteils durch freiwillige Helfer.
1987 wurde das neue Grazer Domgeläute von der Fa. Grassmaier montiert, wobei Josef Platzer die Gelegenheit nutzte, eine Glocke für die Wandauer Kapelle zu erstehen, welche am 18.3.1988 als Josefiglocke in Hieflau eintraf.
Am 1.5.1988 wird diese Glocke, sowie die renovierte Schichtglocke feierlich aufgezogen und auf Elektrobetrieb umgebaut. Damit besitzt die Wandaukapelle nun 3 Glocken:
Christophorusglocke, Ton O, 150 kg.
Josefiglocke, Ton gis, 70 kg.
Schichtglocke "Jesus rette", Ton cis, 35 kg.
1988 wurde die vorbeiführende Straße um 4,5 Meter abgesenkt, und eine Stützmauer wurde errichtet.
1990 wurde die Kapelle im Rahmen einer Feuerwehrübung abgespritzt. Anschließend erfolgte eine Außen- und Innenrenovierung. Viele freiwillige Helfer beteiligten sich an den Renovierungsarbeiten. 2003 wurde der Turm mit Kupferblech gedeckt.
Im Jahr 2025 wird die Kapelle umfassend saniert.